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Wenn es euch geht wie mir, dann wisst ihr eigentlich rein gar nichts über dieses Hello Kitty Phänomen, von dessen Ausmaß ihr noch nichts erahnen könnt. Es ist halt diese kitschige Katze, die wahrscheinlich aus irgendeiner asia- tischen oder japanischen Kinderserie stammt. Dann sieht man mal hier und da kleine Mädchen, erwachsene  Frauen und Freunde des anderen Ufers mit irgendwelchen Hello Kitty-Accessoires durch die Gegend ziehen, aber gedacht haben wir uns dabei nichts. Aber irgendwas muss doch an diesem kleinen Kätzchen dran sein ... nur was?

Dies schien für die deutschen Domo-Kun- Aufklärer - also uns - einige interessante Fragen aufzuwerfen, die es hier zu beant- worten gilt. Erstmal wollen wir klären, was Hello Kitty eigentlich ist. Hello Kitty ist zum einen diese kleine, schnuckelige, stilisierte Katze, die das Herz jedes Mädchens im Eiltempo erobert, auf der anderen Seite ist sie das Haupt- standbein der Sanrio Company, den Verursachern des gigantischen Hypes.

Aber das nicht erst seit gestern. Die offizielle Einführung von Hello Kitty fand bereits 1974 statt. Damals seltsamerweise noch als Marke für Konsumenten über 65 geplant, bemerkte man bei Sanrio schnell, dass mehr Potential in der mundlosen Katze steckte. Also dass es Personen jeden Alters ansprach - vor allem natürlich die kaufwütigen Damen unter uns, die sich sofort in das süße, niedliche Kitty verliebten - wie könnte es auch anders sein. Jedenfalls schenkten die Sanrio-Leute ihrer kleinen Katze ein ganzes Universum. Man dachte sich Freunde und Familie aus, entwickelte eine Art Biographie für HK und arbeitete ihren Kampf gegen das Imperium mit zahlreichen Publikationen weiter aus ... ähm, nein, das war doch eher woanders.

So kommt es, dass Hello Kitty ganz offiziell am 1. November 1974 in London geboren wurde, sie ungefähr so viel wie drei Äpfel wiegt und sie eine große Vorliebe für niedliche Dinge, wie Süßigkeiten, Sterne und Goldfische hat. Jetzt halten wir uns nochmal vor Augen, dass es sich um eine rein fiktive Figur handelt. Ihr seht, es wird immer bizarrer, aber für Millionen von HK-Fans ist dies die Erfüllung ihrer schlaflosen Nächte.

Aber wie konnte es soweit kommen? Im Gegen- satz zu unseren Breitengraden startete Sanrio in Japan eine riesig Werbekampagne. Man eröff- nete Sanrio bzw. Hello Kitty-Shops und belieferte diese und andere Kaufhäuser mit jeglichem HK- Kram, der sich nur irgendwie verkaufen liess (man beachte das Bild der Hello Kitty-Vibratoren- Massagestäbe). Der nachhaltig beste Schachzug war die Ausstrahlung einer Zeichentrickserie, rund um die Abenteuer von Hello Kitty und ihren Freunden. Die Serie, die natürlich einfach Hello Kitty hieß, lief von November 1974 bis Januar 2002 werktags über die japanischen Matt- scheiben. Von Januar 1987 bis Februar 2003 wurde diese Serie übrigens jeden Samstag von Hello Kitty's Furry Tale Theater unterstützt. An den langen Laufzeiten lässt sich der Erfolg beider Serien wohl ausreichend ablesen.

Wie bereits erwähnt warf Sanrio alles an HK-Merchandise  auf den Markt, was man sich denken konnte (und tut dies auch heute noch). Langsam entwickelte sich HK eher zu einer Marke, anstatt einfaches Merchandise zu bleiben. Der Umkreis der Kittyler, was die japanische Bezeichnung für Hello Kitty-Fans ist, dehnte sich nun auch auf andere Länder aus und so sind wir, wo wir heute sind: Zur Zeit gibt es über 22000 Artikel rund um Hello Kitty und ihre Freunde. Außerdem veröffentlicht man jeden Monat bis zu 200 neue in Japan und dem Rest der Welt, die dann in den paar hundert Sanrio-Shops weltweit verkauft werden.




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